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Unsere Ponys und Pferde

 

Unsere Ponys zeigen den Kindern, wie sie eine solide Freundschaft aufbauen können, sowohl zu einem Tier wie auch zu einem Menschen. Dabei spielen die Zeit, die wir uns nehmen, und die Distanz eine zentrale Rolle. Wenn das Kind sich nähert, zeigt ihm das Pony mit seiner Körpersprache wie es sich fühlt. Legt es die Ohren zurück, dicht an seinen Kopf, sagt es dem Kind: «Pass auf, ich mag nicht, es geht zu schnell!» Respektiert das Kind diese «Aussage» und vergrössert die Distanz, kommt das Pony von sich aus auf das Kind zu und die Freundschaft gelingt!

Die Ponys lassen sich von den Kindern auch gut pflegen, und die Kinder lernen Verantwortung für andere Lebewesen übernehmen. Der intensive, taktile Kontakt fördert zudem eine Vertrautheit und das Kind beginnt, das Pony zu verstehen.

Speziell geeignet sind Ponys, um beim Kind gewaltfreie Führungseigenschaften zu fördern. Es begreift schnell, mit Muskelkraft funktioniert’s nicht! Soll das Pony ihm gehorchen sind andere – mentale – Kräfte notwendig. Diese Erkenntnis hilft dem Kind, auch im Kontakt zu andern Kindern erfolgreich zu sein. Auch das Selbstwertgefühl eines schüchternen Kindes kann mit einem Pony gefördert werden – und Ponys können wunderbar trösten!

Alle unsere Tiere haben einen absoluten Wert, der nicht auf den Nutzen für uns Menschen reduzierbar ist. Die meisten unserer Tiere haben wir aus Notsituationen übernommen. Zentral ist, dass bspw. auch ein unreitbares Pony eine wichtige Aufgabe in der Kinderförderung übernimmt. Die Tiere mit ihren Lebensgeschichten werden zu Botschaftern für die Kinder, und dabei sind wir stets bemüht, ihre Werthaftigkeit unbeachtet ihres ‚Nutzens‘ für die Menschen zu vermitteln. Ein unreitbares Pony zum Beispiel hat denselben Wert wie ein sogenanntes ‚Reitpony’.

 

 

Die Minishetlandfohlen auf
dem Paddock des Ethikhofs

 

 

Rubin

ist unser kleiner Fuchs und Gruppenchef. Geboren am 18. April 2009 verbrachte er seine ersten Monate mit seiner Mutter, seinem Vater, den Tanten und weiteren Fohlen auf einer grossartigen Weide.

   

Heute lebt er zusammen mit unseren drei weiteren Fohlen, welche alle auf derselben Weide im gleichen Jahr geboren wurden. Es sind dies Achat, Saphir und Opal. Sie alle haben bereits als kleine Fohlen miteinander gespielt.  Eine tolle kleine Herde, geprägt von Übermut aber auch Vertrauen und Geborgenheit.

Rubin entwickelt sich prächtig. Zurzeit leben die Jungs auf einer Fohlenweide in der Nähe der Ethikschule und werden so sanft auf ihre zukünftige Aufgabe in der Ethikschule vorbereitet. Wir sind überzeugt, dass Rubin ein wunderbares Pony für die Kinder wird -  zum Pflegen, Beobachten, und von ihm lernen.

 
       
       
   

 

 

Achat

ist ein Fuchsfalbmohrkopfschimmel, geboren am 12. April 2009. Von seinem Aussehen her gleicht er Angel. Nicht verwunderlich, hat er doch den gleichen Papa. Achat ist ein charakterstarkes Tier und durch sein Äusseres beeindruckt er die Menschen. Er entstammt einer sehr guten Aufzucht.

   

Auch Tiere, deren Leben nicht bedroht war, sind wichtig für die Kinder der Ethikschule. Von ihnen lernen sie, dass ausgeglichene Tiere, die gut aufgewachsen sind und nichts Schlechtes erlebt haben, äusserst gruppentauglich und oft mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet sind.

Sie gehen frohen Mutes durchs Leben und fürchten sich weniger. Diese Erkenntnis lässt sich auch auf uns Menschen übertragen.

 
 
       
       
   

 

 

Saphir

ein Goldfalbschimmel, geboren am 10. Mai 2009, ist der zurückhaltendste von allen.

Noch ist er dran, das Vertrauen und den Mut in die Menschen weiter zu entdecken. Er entwickelt sich prächtig, hat einen wunderschönen, intensiven Blick uns Menschen gegenüber.

Oft werden die anfangs vorsichtigen Tiere die ganz besonderen, wenn sie etwas älter sind. Wir freuen uns, wenn Saphir erwachsen wird, ‚Lehrer‘ für die Kinder und von ihnen geliebt und geachtet wird.

       
       

   

 
     
     
 

 

 

Opal

ist im 2009 geboren, genauer am 27. Juni. Er ist ein Braunwindfarbener Falbmohrkopfschimmel.

Auch Opal ist, wie die anderen kleinen Persönlichkeiten der Mini Shetlandponys, nach einem wertvollen Stein benannt. Die Namen sind wichtig im Leben eines Tieres oder eines Menschen.

Im Falle der Shetlandponys sollen sie verdeutlichen, wie wertvoll die Lebewesen sind.

       

Opal gilt gemeinhin als Schmuckstein. Dies ist passend. Unser kleiner Opal ist wirklich ein Schmuckstück. Seine spezielle Färbung und sein Gesichtsausdruck beweisen seine Besonderheit.

   
   
       
     
  Patenschaft für Opal übernehmen   

 

 

Angel

Golden Angel ist ein spezielles Pony. Ein Mushroomfalbmohrkopfschimmel mit wunderbaren, grossen und intensiv glänzenden Augen und einem langen Behang, ist dieses Mini Shetty Pony ein Traumpferdchen.  
   

Ein Traumpferdchen allerdings mit einer Gehbehinderung. Angel brauchte deshalb diesen speziellen Platz bei uns. Heute ist Angel Chefin und Freundin von Nevica, und die beiden Stuten wissen, dass sie kleine Prinzessinnen sind.

Die Kinder lieben Angel. Dieses charakterstarke Tier lehrt sie, wie man mit Handicaps umgeht, und wie man Führung übernehmen kann. Angel ist eine besondere Botschafterin für die Kinder, und sie meistert ihre Aufgabe wunderbar.

       
       
        
     
     
  Patenschaft für Angel übernehmen  

 

 

Nevica

Unser Schneeflöckchen ist die Freundin von Angel. Geboren ist sie am 24. April 2010.

Sie ist eine Goldpalominostute mit schneeweisser Mähne. Als wir sie das erste Mal sahen, spürten wir eine Stimmung, als würde es bald zu schneien beginnen. In der Luft lag der Geruch eines Wetterumschwungs, der bald die sachte Landschaft in ein weisses Paradies verwandeln würde. Da lag es auf der Hand, oder eben in der Luft, diesem Pony, das dazu noch hell wie ein Schneekristall ist, den Namen Nevica zu verleihen.

Sie hat sich wunderbar bei uns eingelebt, und sie geniesst den Weidegang zusammen mit Angel. Sie hat ein Wesen ‚wie aus einer andern Welt’, so sanft und vertraut.

       
       
     
     
     
 

 

 

Dschingis Khan

Unser am 7. Juli 1988 geborenes, dunkelbraunes Tigerscheckpony ist mit seinem Charme und einer soliden Ausbildung, auch vom Boden aus, ein wunderbares Pony. Es liebt die Bewegung und das Grasen.

Dschingis Khan wird nicht mehr geritten, dafür immer wieder im Bereich der Bodenarbeit gefördert. Und er wird geliebt.

Dschingis Khan ist mutig, passend zu seinem Namen. Wegen seinem Sommerekzem bedarf er besonders sorgfältiger Betreuung und Pflege.

 

 

 

 

 

 
   
     
     
     
 

 

 

Odin

Der schöne Palomino-Wallach – geboren zirka 1985 – ist unser grösstes Pony und sehr speziell. Odin hatte wohl, bevor er in die Ethikschule kam, unterschiedliche Erfahrungen mit Menschen gemacht; er war ängstlich. Auch heute noch sind viel Gespür und Geduld erforderlich, damit Odin sein wirkliches, schönes Wesen zeigen kann.

 

Odin lehrt die Kinder, dass Vertrauen wieder entstehen kann, wenn wir uns für Begegnungen Zeit nehmen und dem Andern viel Raum lassen. Und ganz wichtig: Die Körpersignale wahrnehmen und darauf richtig reagieren. Odin ist diesbezüglich ein wunderbarer Lehrmeister für die Kinder!

Dieses Pony lehrt die Kinder auch, dass es keine «bösen» Lebewesen gibt. Alles hat seine Ursache, die es zu erspüren gilt!

 
   
   

 

 

Silja

Es war an einem Sonntag zu Beginn des Jahres 2007, als wir Silja, eine wunderschöne Tinkerstute, kennen lernten. Sie sollte zum Schlachter. Mit sieben Jahren stand sie am Anfang ihres Lebens. Als Schulpferd nicht mehr reitbar, war sie für die Reitschule untragbar geworden.

Für uns war klar, wir durften Silja jetzt nicht im Stich lassen, sie musste eine zweite Chance bekommen! 24 Stunden nach unserer ersten Begegnung hatte unsere Stiftung Silja gekauft!

 

 

Auch die ehemaligen Besitzer sind glücklich über diese Lösung. Zudem glaubten wir, dass Silja – zurück in der Natur, bei Wind und viel Sonne – den üblen Milbenbefall an den Beinen endlich los werden wird.

Über mehrere Jahre durfte sie sich nun auf weitläufigen Weiden, zusammen mit andern Pferden und mit bester Pflege, erholen. Und sie wird auch, in den weiteren Lebensjahren, begleitet von der Stiftung Mensch und Tier, ein glückliches Pferd bleiben dürfen.

     
   

 

 

Noël

Im Dezember 2008 kam neu ein Pony-Fohlen bei uns hinzu, hier seine besondere Geschichte:

Ein kleines Mädchen machte sich grosse Sorgen um ein Pony-Fohlen. Es war bei einem Bauern in den Ferien, als dieser zu ihm sagte: «Das Fohlen muss noch vor Weihnachten zum Metzger!» Das Mädchen und seine Mutter beschlossen, uns um Hilfe für den kleinen Freund anzufragen.

Wir haben das muntere, 6 Monate alte Hengstfohlen besucht und uns entschieden, für es zu schauen.

       

Dass wir es Noël nennen wollen war schon auf der Hinreise klar, sollte es doch Weihnachten überleben. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: dass das Mädchen, welches sich so sehr sorgte, Noëlle heisst! So hat das Mädchen Noëlle dem Fohlen Noël das Leben geschenkt – eine wahre Weihnachtsgeschichte!

Auch hier kann man sich fragen: Was bringt es, einem von zahlreichen Schlachtfohlen das Leben zu retten? Es lohnt sich doppelt: Noëlle durfte erfahren, dass die Sorge und die Mühe für das Fohlen sich gelohnt haben. Und Noël, es darf ein spannendes und glückliches Leben leben, worauf es Anspruch hat!

Mit der Übernahme des kleinen Kerlchens fallen aber auch Mehrkosten an für Fohlenweide und tierärztliche Behandlungen. Wir sind deshalb mit einer ausserordentlichen Bitte an die Freunde unserer Stiftung gelangt, und wir durften eine grosszügige, finanzielle Unterstützung für Noël erfahren. So hat z.B. eine grosse Tierfreundin spontan den Schlachtpreis, den wir für Noël zahlten, übernommen. Wir danken auch an dieser Stelle allen GönnerInnen sehr herzlich für die tolle Hilfe.