 |
|
 |
Unsere Unvergessenen
Jedes unserer Tiere hat uns so viel gegeben! Sie alle leben in unseren Herzen weiter:
Prilan

|
Der gelbe Orpington-Hahn war eine stolze Persönlichkeit.
Er konnte der Gruppe viel Ruhe vermitteln. Auch liess er sich auf den Arm nehmen und von den Kindern streicheln.
Natürlich vermitteln wir den Kindern, dass Prilan speziell war: denn sonst muss man sich jeweils vor Hähnen in Acht nehmen, sie beschützen ihre Hennen. Vor dem Betreten des Hühnerhofes ist jeweils nachzufragen!
|
| |
 |
Amor

|
Ich, Christine Rüedi, bin Amor so dankbar, dass ich ihm begegnen durfte. Natürlich liebte ich auch Schafe. Doch die Begegnung mit ihm brachte mir eine weitere, tiefe Erkenntnis.
|
|
Amor war «so etwas von lieb», Kontakt suchend, zärtlich und geduldig – Ja, ich verstehe erst heute den Ausdruck «lammfromm» wirklich. Ich binnoch heute tief berührt von ihm.
So ist es wohl mit den meisten Tieren die genutzt werden: eigentlich wissen wir nicht wirklich wer sie sind! Und so bringen wir Millionen von wunderbaren Geschöpfen um. |
|
|
Matras

|
Unser helles Shetlandpony mit den braunen Tupfen, 1976 geboren.
Matras durfte in der Hierarchie der Ponygruppe – nach dem Tod von Silver, seinem Vater – an dessen Stelle treten. Sein Selbstbewusstsein ist gewachsen.
Matras durften die Kinder – wie auch Tibby – ausgiebig pflegen. Er war sehr aufmerksam, zärtlich und sensibel: Blitzlicht-Aufnahmen? Bitte nicht, das erschreckte ihn! |
 |
Tibby
Unser Shetland-Pony mit viel braun, geboren 1970,
war eine ruhige, willensstarke Leitstute.
Die Kinder bewunderten das Pferdchen, unsere Kleinste, wie sie es zustande brachte, Chefin der Ponygruppe zu sein. Dabei schlug sie nicht, noch biss sie die andern. Wie machte sie das nur! Ah – sie wusste, dass sie die Chefin war, und überzeugte durch Mut, Ruhe und Übersicht und ihr Engagement für die Gruppe. Das ist wahre Stärke!
Die Kinder probieren aus, selbst Chef und Chefin zu sein – und siehe da, die Gewalt ist vorbei, denn die Kinder verstehen: Ginggen und Schlagen ist schwach! Ich bin stark weil ich mich für die andern engagiere!
Es ist ein spezielles Erlebnis, mit Kindern zu arbeiten, die das verstanden haben: Kein Gerangel mehr um Selbstwert, dafür grosses Interesse, Konzentration und Hilfsbereitschaft!

|

|
Sunny
Welch eine Pracht war dieses Huhn!
Oft bewundern wir mit den Kindern die herrlichen Federkleider unserer Hühner: jede Feder «massgeschneidert» an ihrem Platz.
Das Kleid gibt dem Vogel Wärme, Schutz gegen Regen, Schnee und Hitze, ermöglicht ihm zu fliegen und zu imponieren. Gibt ihm, im Falle der Wildfarbe, Tarnung und ist erst noch grandios schön!
 |

|
Shalom
 |
Shalom war eine schneeweisse, prächtige Henne. Diese Henne war viel in der Nähe von Prilan, denn sie kamen zur selben Zeit und vom selben Züchter als Küken zu uns.
Sie war vorerst namenlos, bis eine Schulklasse aus Luzern für eine Projektwoche zu uns kam.

|
Oski
Oski war ein liebenswertes, intelligentes und fröhliches Schwein, im April 2005 geboren. Er kam an Weihnachten – am 24. Dezember 2005 – zu uns.
Es waren Kinder, die uns baten Oski aufzunehmen, um ihn vor der Schlachtung zu retten. So grosses Engagement des Herzens sollte zum Erfolg führen! Die Kinder beeindrucken uns sehr: Von Liebe geleitet haben sie etwas Grossartiges vollbracht
|
|
So kam Oski zu uns:
Im Oktober 2005 besuchte uns eine Gruppe Kinder im Alter von 11 Jahren, darunter auch ehemalige Kurskinder der Ethikschule. Sie kamen, um ein Problem mit uns zu besprechen: In einer Schul-Projektwoche begegneten sie Oski, einem wenige Monate jungen Schwein. Oski, so der Landwirt, werde er im Dezember schlachten. Die Kinder, welche das Schweinchen sogleich ins Herz geschlossen hatten, wollten dies nicht hinnehmen. Sie organisierten eine Demo unter dem Motto: «Oski darf nid gschlachtet wärde!» Die Thematik liess die Kinder nicht mehr los. Die Lehrer – selbst angetan von Oski – wollten das Schwein freikaufen, und der Landwirt gab sein Einverständnis. Jetzt musste ein Platz für Oski gefunden werden, ein äusserst schwieriges Unterfangen für ein Tier das ausgewachsen 400 kg wiegen wird und viel Freilauf benötigt!
|
 |
|
Joy
Alle liebten Joy!
Joy wurde 1998, am 4. Oktober (am Welttierschutztag!) geboren. Er war ein sehr intelligenter, liebevoller, immer gut gelaunter Schweinemann und ein grosser Fan des «Bauch-Kraulens». Er hat uns während 10 Jahren begleitet.
Tausende Kinderhände haben Joy gestreichelt, viele Kinder haben ihr Gesicht an Joy geschmiegt... Er und sein Bruder Life kamen im Alter von 12 Wochen zu uns. Während Life nur 3 Jahre lebte (er konnte als Folge des enormen Wachstums, das den Schweinen angezüchtet wird, nicht mehr aufstehen), durfte Joy doch viele Jahre mit uns sein. Er hat es genossen, obschon auch ihm zeitweilig seine Grösse zu schaffen machte. Bei schlankem Körper wog er 400 kg!
Auch Joy hätte zu Fleisch verarbeitet werden sollen, so wie es den rund 2,8 Millionen Baby-Schweinen alle Jahre in der Schweiz ergeht.
|
|

|
Macht es da Sinn, einzelne Tiere vor der Schlachtung zu retten? Wir denken ja, sie sind die Botschafter, die uns zur Menschlichkeit mahnen.
Joy hatte eine intensive Beziehung zum Menschen. Wenn wir den Kindern sagten, wir würden nun ein ganz besonderes Tier besuchen, nahm Joy über Begrüssungslaute mit uns schon Kontakt auf, obschon wir seinen Namen noch gar nicht genannt hatten und auch nicht bei seinem Stall waren! – Ein Phänomen, das heute wissenschaftlich untersucht wird und sehr spannend ist!
Leider ist sein Bruder Life schon im Alter von drei Jahren an seiner Übergrösse gestorben. Joy hat ihn lange gesucht – und wir vermissen die beiden auch heute noch.
Samuel, 8 Jahre und Schüler in der Ethikschule, sagte:
«Wir sollen die Tiere
in Ruhe lassen, sie haben genau so ein Recht zu leben wie wir!»
|
|
| |
Tarko
Unser Bock, geboren 1999, war ein stolzes, in sich ruhendes Tier.
Er war der Vater von Inti und Caprice.
Wenn Tarko imponierend auf den Hinterbeinen stand, und uns dabei in der Grösse weit überragte, bestätigen wir ihn in seiner Rolle als Chef, was er offensichtlich genoss und verstand.
Noch nie hat Tarko, ein Gentleman, uns in all den Jahren auch nur gestossen. Nur einmal, als ein Knabe etwas Schreckliches über das Anzünden von Schnecken auf dem Schulweg erzählte – wobei er beteuerte, nicht mitgemacht zu haben – stiess ihn Tarko sanft aber bestimmt um. Der Bub wird es nie vergessen!
|
|
|
Tschippi
Tschippi, auch sie 1999 geboren, war neben
dem Bock das Leittier der Gruppe. Sie sicherte
diese nach aussen.
Stellte sie einmal die Haare und liess Fremde nicht eindringen, so war sie deshalb nicht böse. Nein,
sie war mutig und exponierte sich für die Gruppe!
Tschippi war kräftig und sehr schön.

|
|
Cleo
Sie war unsere Schüchterne, 1999 geboren.
Die andern Tiere benützten sie, um ihre Launen abzureagieren, doch ernsthafte Kämpfe gibt es nicht. Beim Füttern mussten wir darauf achten, dass sie ihre Portion bekommt, denn die andern stiessen sie gerne weg.
Die starke Gruppe gab ihr aber auch Sicherheit:
von «aussen» hatte sie nichts zu befürchten.
Ihr Sohn war Caprice. Die beiden gehören –
ebenso wie Jo-Jo und ihre Tochter Inti – in all den Jahren ausgeprägt zusammen, gehen und ruhen nebeneinander.
|
|
|
Caprice
Caprice wurde im Jahre 2001 in der Ethikschule geboren.
Seine Mutter war Cleo. Hornlose Ziegen bringen – je nach genetischer Anlage des Bocks – einen Teil gehörnte Ziegen oder Zwitter zur Welt.
|
|
| |
|

|
Im Falle von Caprice war es ein Zwitter. Dass wir diesem Tier Sorge tragen wollen, war von Anfang an klar. So hat eine Tierklinik die notwendige Operation vorgenommen, um häufig auftretende Infektionen der Harnwege zu vermeiden. Caprice erfreute sich seither bester Gesundheit und genoss das Leben.
Für Caprice war klar, dass er ein Bock war!
|
|
| |
Goldie
Goldie war das wildfarbene Huhn mit dem goldenen Kragen und eine stolze und kräftige Henne, die sich gut behaupten konnte. Geschlüpft war Goldie im Jahr 2001.
Als sie im Januar 2007 starb, waren wir sehr berührt:
die ganze Hühnerschar kümmerte sich um das sterbende Huhn und umgab es – schon Tage vorher und am Tag selbst – mit direktem Körperkontakt.

|
|
Aki

|

|
|
Aki war unsere Älteste, geschlüpft 2000, mit einem perfekten weissen Federkleid.
Sie gab der Gruppe Stabilität. Manchmal schien es uns, sie habe schon ein wenig ein Greisengesicht.
Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihr verbringen durften.
|
|
| |
|
|
Lady
Die Colliehündin übernahmen wir im Alter von acht Jahren, ihre Familie wollte sie nicht mehr. Ihr Geburtstag war am 19.11.1993.
Als ehemaliger «Hofhund» lernte sie bei uns auch im Hause zu leben, was sie sehr genossen hat.
Lady und Lea, unsere Pudeldame, beide von Natur aus Chefinnen, hatten sich als Freundinnen zusammengefunden. Anfänglich war das nicht ganz einfach!
|
|
 |
Shabby
Er war der Dritte im Hunde-Bunde und ist im Alter von fast 18 Jahren gestorben. Shalom-Shabby war ein ganz wunderbarer Findelhund aus Jerusalem - unser lieber, kleiner Israeli!
|
|
|
|
 |